Alternativen zum Heu-Hotel

12.02.2019 · Privatquartierkampagne für den Kirchentag startet jetzt auch in Witten

„Ein Bett im Kornfeld“ oder, wie in unserem Bild, im Heu-Hotel von Hartmut Sloksnat in Witten-Durchholz sollte vielleicht nur als Notlösung herhalten – obwohl es der 21-jährigen Luisa aus Wanne-Eickel offensichtlich gut gefällt. Doch noch hoffen die Veranstalter des 37. Deutschen Evangelischen Kirchentages auf Betten in Privatquartieren, um die erwarteten Gäste vom 19. bis zum 23 Juni 2019 unterzubringen. Unter dem Motto „Noch Platz im Revier?" werden ab sofort etwas 8.000 private Unterkünfte in Dortmund und der Region für Teilnehmer*innen der Großveranstaltung gesucht – und zwar nicht nur in der Kirchentagsstadt Dortmund selber, sondern ebenso in zehn weiteren Städten rund um Dortmund. Darunter auch in Witten.

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Luisa (21) aus Wanne-Eickel fühlt sich offensichtlich wohl im Heu-Hotel in Witten-Durchholz. Für den fünftägigen Kirchentag darf es aber gerne auch etwas weniger rustikal sein… Foto: Nicole Schneidmüller-Gaiser

„Wir suchen Privatquartiere immer in einem Umkreis, der es ermöglicht, in 50 Minuten öffentlich von der Haustür zum Veranstaltungsort zu fahren“, erklärt Hans-Werner Ludwig, Leiter der Evangelischen Jugend im Kirchenkreis Hattingen-Witten und gleichzeitig Vorsitzender des Kirchentags-Landesausschusses Westfalen. Und weil im Revier bekanntlich alles nah beieinander liegt, hofft der engagierte Kirchenmann nun auch auf freie Betten in Witten.

Hartmut Sloksnat ist einer von mehreren Privatquartierbeauftragten, die in den kommenden Wochen in ihren Gemeinden dafür werben wollen, Gäste aus anderen Städten zu beherbergen. In seiner Scheune übernachten häufig Menschen, die nach einer Geburtstags- oder Familienfeier auf dem Hof des Landwirtes schlafen wollen – wegen der Verkehrsanbindung kommt die Übernachtung im Heu für den Kirchentag wohl eher nicht in Frage. „Wir haben selber schon bei Privatleuten übernachten dürfen und wollen nun gerne etwas zurückgeben“, erklären Ursula und Siegfried Hainke aus Rüdinghausen, warum sie nicht nur selber Gäste aufnehmen wollen, sondern auch andere für die aktive Teilnahme am Kirchentag begeistern möchten: „Man lernt interessante Menschen kennen und teilt eine schöne Erfahrung miteinander.“

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Während Jugendliche und Gruppen in der Regel in Gemeinschaftsunterkünften in Schulen untergebracht werden, darf es für die älteren Kirchentagsbesucher gerne etwas komfortabler sein. Doch zu hohe Erwartungen haben die Teilnehmenden nicht, beruhigt Hans-Werner Ludwig potentielle Gastgeber: „Wer einen Kirchentagsgast aufnehmen möchte, braucht kein Gästezimmer. Ein Bett, ein Sofa oder eine Liege und ein kleines Frühstück am Morgen reichen völlig aus. Bringen Sie Ihre Gäste einfach so unter, wie Sie Freunde oder Familie unterbringen würden.“ Zugleich richte sich das Angebot von Privatquartieren an bestimmte Menschengruppen: An Menschen ab 35 Jahre, Menschen mit Behinderung, an Mitwirkende, internationale Gäste und an Familien mit kleinen Kindern.

 

Wer Besucher*innen des Kirchentages aufnehmen möchte, kann seinen Schlafplatz telefonisch unter der Schlummernummer 0231 / 99768-200 oder unter kirchentag.de/privatquartieranmelden.

Möge die Straße Dir entgegeneilen.
Möge der Wind immer in Deinem Rücken sein.
Möge die Sonne warm auf Dein Gesicht scheinen
und der Regen sanft auf Deine Felder fallen.
Und bis wir uns wiedersehen,
halte Gott Dich im Frieden seiner Hand.
Irischer Segenswunsch

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