Tiefgefroren

Nun soll das Frühjahr also doch noch kommen! Wurde ja auch Zeit, werden sich viele denken. Nach einem langen, kalten Winter herrscht nun endlich wieder Tauwetter, neues Leben erwacht. Das Frühjahr ist für mich ein Gleichnis dafür, dass es immer wieder neues Leben geben kann, auch wenn scheinbar alles vorbei ist.

Todgesagte Beziehungen, erstarrte Hoffnungen, brachliegende Talente: All das ruht in unserem Leben wie das Saatgut in der weltgrößten Samenbank in Spitzbergen. Dort sind bereits hundertausende verschieden Saatenarten im Permafrostboden tief gefroren. Der Saatguttresor "Global Seed Vault"  soll der Menschheit selbst nach den schlimmsten Katastrophen einen Neuanfang ermöglichen.

 

Auch im Leben vieler Menschen ruht so manches wie ein Samenkorn im festgefrorenen Acker. Immer mit dem Potential wieder aufzublühen und doch häufig viel zu lange ruhend, weil das Hamsterrad des Lebens einen in Schach hält.

 

Wie kann es gelingen, die großen und kleinen Eiszeiten unseres Lebens von uns aus beenden?

 

Manchmal hilft es nur, auf das verlässlich kommende Frühjahr zu warten. Es gibt aber noch einen anderen Weg: Aus der Eiszeit aufzubrechen und sich auf den Weg in ein neues wärmeres Land zu machen.

 

Welches der jeweils verheißungsvollere und persönlich richtige Weg ist, das kann nur jeder für sich beantworten. Fatal ist nur, wenn man sich im tiefgefrorenen Acker des Lebens einrichtet und die Hoffnung auf neues Erblühen aufgibt.

Denn das Leben hält so vieles Gutes und Schönes bereit!

von Christian Uhlstein

Möge die Straße Dir entgegeneilen.
Möge der Wind immer in Deinem Rücken sein.
Möge die Sonne warm auf Dein Gesicht scheinen
und der Regen sanft auf Deine Felder fallen.
Und bis wir uns wiedersehen,
halte Gott Dich im Frieden seiner Hand.
Irischer Segenswunsch

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