„Wir haben seinen Stern gesehen!“

„Wir haben seinen Stern gesehen!“ Sternstunden nannte mein Kollege sein Gemeindeprojekt. Männer, Frauen und Kinder seines Dorfes brachten vor Weihnachten Sterne in die Kirche: Sterne aus Holz, aus Glas, aus Plastik, gehäkelt und gebastelt aus Papier oder Stroh. Der Pfarrer befestigte sie an einem Netz, dass er wie ein Himmelszelt über den Altarraum spannte.

Im Lauf der Zeit senkte sich der Sternenhimmel immer ein Stückchen tiefer mit jedem Gottesdienst. Die Sterne zum Greifen nahe. Einem besonderen Stern sind die Weisen aus dem Morgenland damals gefolgt. Die Drei hatten begriffen, dass dieser Himmelskörper eine wichtige Botschaft verkörperte. Ein neuer, ein außergewöhnlicher König war geboren worden und sie hatten seinen Stern gesehen. Ob sie wohl wussten, dass der neue Herrscher ganz anders sein würde als Könige und Kaiser ihrer Zeit?

Er ist gerecht, ein Helfer wert, Sanftmütigkeit ist sein Gefährt.“ Mein Kollege brachte zu einem Treffen Sterne von diesem Sternstundenhimmel mit. Wir durften uns jeweils zwei aussuchen. Mich begleiten seither ein hölzerner und einer aus Stroh. Der Strohstern kommt in die Weihnachtskiste, sobald der Baum abgeschmückt ist. Der Holzstern wird mich noch weiter ins Jahr hinein führen. Er erinnert mich von seiner Grundform her ans Kreuz, ein Kreuz mit abgeschrägten Spitzen. Ein Sternenkreuz. Ein Kreuzesstern, der auf schon auf das nächste Christusfest hinweist und das Kreuz in sich trägt, das an Ostern vom Leben kündet.

von Adelheid Neserke

Möge die Straße Dir entgegeneilen.
Möge der Wind immer in Deinem Rücken sein.
Möge die Sonne warm auf Dein Gesicht scheinen
und der Regen sanft auf Deine Felder fallen.
Und bis wir uns wiedersehen,
halte Gott Dich im Frieden seiner Hand.
Irischer Segenswunsch

Segen schließen
Cookie Hinweis
Wir verwenden Cookies rein zum technischen Betrieb dieser Seiten. Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Nutzung dieser Cookies zu.
Siehe auch unsere Datenschutzerklärung
Akzeptieren & schließen