Trauerarbeit: Nachfrage nach Seminaren zur Begleitung Trauernder gestiegen

22.02.2012 · Verein für Trauerarbeit wählte Vorstand wieder und blickt auf 2011 zurück

Der Verein für Trauerarbeit Hattingen e.V. hat auf einer Mitgliederversammlung Ende 2011 seinen Vorstand komplett und einstimmig wiedergewählt.

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Der Vorstand des Vereins für Trauerarbeit (v.l.n.r.): Pastor em. Ulrich Schneider (1. Vorsitzender), Pfarrerin Annedore Methfessel (Geschäftsführerin), Manuela Söhnchen (2. Vorsitzende), Prof. Dr. med. Andreas Tromm (Beisitzer), Alexandra Matkowski (Beisitzerin). Nicht abgebildet sind Schatzmeisterin Brigitte Hiby und Beisitzerin Petra Schulze.

Die Angebote des Vereins wurden im vergangenen Jahr besonders im Bereich der Gesprächsgruppen und der Trauerarbeit mit Kindern und Jugendlichen verstärkt genutzt.

Der Schwerpunkt der Arbeit lag 2011 auf den Gesprächsangeboten für Trauernde. In den beiden Zentren für Trauerarbeit in Hattingen-Welper und Wuppertal waren die Gruppen für Jüngere Verwitwete und Verwaiste Eltern gut besucht. Insgesamt ist die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer gestiegen. Auch die Nachfrage nach Einzelgesprächen war größer. Das vor gut einem Jahr eröffnete Trauercafé des Vereins in Witten wurde sehr gut angenommen. Es ergänzt das Angebot des Trauercafés in Hattingen-Blankenstein, das weiterhin jeden Donnerstag geöffnet ist. In einem Trauercafé können sich Trauernde mit erfahrenen Trauerbegleiterinnen und Trauerbegleitern sowie mit anderen Betroffenen kostenlos über ihre Trauer austauschen.

Eine größere Zuwendung aus Bußgeldern, die nach langem Warten den Verein erreichte, ermöglichte im vergangenen Jahr die langfristige Sicherung der Räume des Zentrums für Trauerarbeit im Paul-Gerhardt-Haus in Hattingen-Welper. Der Mietvertrag wurde für weitere Jahre verlängert.

Kinder, Jugendliche und Erwachsene trauern jeweils anders, ganz auf eigene Weise. Die Arbeit mit trauernden Jugendlichen und Kindern konnte 2011 durch den Adventskalendererlös des Lionsclubs Hattingen gesichert und ausgebaut werden. So betreute Diakonin Annette Wagner mehrere Kinder- und Jugendgruppen. Die beiden finanziellen Zuwendungen (Bußgeld, Adventskalendererlös) ermöglichten zudem die Gestaltung eines Kreativtags für trauernde Jugendliche im Oktober. Gut 30 Jugendliche aus Hattingen und Witten, aber auch beispielsweise aus Essen und Köln probierten neue Wege der Trauerbewältigung aus. In verschiedenen Workshops konnten sie ihren Gefühlen malend, schreibend, als Clown, tanzend oder künstlerisch mit Feuer und Asche Ausdruck verleihen.

Verstärkt erhielt der Verein Anfragen nach Begleitung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Kindergärten, Schulen oder Einrichtungen für behinderte Menschen. Karin Klemt, ausgebildete Trauerbegleiterin des Vereins, und Annette Wagner boten Fortbildungen im Umgang mit der Trauer im Beruf an. Diakonin Wagner: „Die gestiegene Nachfrage nach solchen Fortbildungen zeigt die Notwendigkeit professioneller Hilfe. Uns ist es wichtig, bei der eigenen Trauer der Betroffenen anzusetzen. Diese darf auch im Beruf nicht außen vor gelassen werden.“ Diese beruflichen Fortbildungen werden 2012 fortgeführt.

"Die weinenden Rosen" oder "Das Regenbogentor" – so haben zwei Kinder die von ihnen gemalten Bilder über ihre Trauer genannt. So lautet auch der Titel der zweiten Tagung zu Trauerarbeit, die der Verein im November 2012 anbieten wird. „Wie Kinder sich den Tod vorstellen und wie sie ihre Trauer leben“ ist der Untertitel der am 23.11. stattfindenden Tagung. Annedore Methfessel erklärt: „Unsere 1. Tagung zur Trauerarbeit mit Erwachsenen vor gut einem Jahr war ein großer Erfolg. Wir hatten mehr Anmeldungen als verfügbare Plätze. Im kommenden Herbst wollen wir uns der immer wichtiger werdenden Arbeit mit trauernden Kindern widmen.“

Zur Vereinsarbeit gehören auch regelmäßige Gottesdienste. Der Weihnachtsgottesdienst brachte vor vier Wochen knapp 60 Trauernde aus Hattingen, Witten und vielen umliegenden Orten im Hattinger Paul-Gerhardt-Haus zusammen.

Auf der Mitgliederversammlung Ende 2011 hat der Verein den gesamten Vorstand in seinen Ämtern bestätigt. Dem Vorstand gehören an: 1. Vorsitzender Pastor em. Ulrich Schneider (Witten), als 2. Vorsitzende die Diakonisse Manuela Söhnchen (ebenfalls Witten) und die Geschäftsführerin Pfarrerin Annedore Methfessel (Wuppertal). Schatzmeisterin ist die Verwaltungsangestellte Brigitte Hiby (Hattingen). Beisitzer bleiben Prof. Dr. Andreas Tromm, Leiter der Klinik für Innere Medizin im Evangelischen Krankenhaus Hattingen, die Datenverarbeitungskauffrau Alexandra Matkowski (Bochum) und die evangelische Rundfunkbeauftragte beim WDR, Petra Schulze (Düsseldorf).

Weitere Informationen zur Arbeit des Vereins gibt es im Internet unter www.traurig-mutig-stark.de.

Möge die Straße Dir entgegeneilen.
Möge der Wind immer in Deinem Rücken sein.
Möge die Sonne warm auf Dein Gesicht scheinen
und der Regen sanft auf Deine Felder fallen.
Und bis wir uns wiedersehen,
halte Gott Dich im Frieden seiner Hand.
Irischer Segenswunsch

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