Der Himmelsfels – ein wahrhaft himmlischer Felsen

15.05.2012 · Wittener Kinder fahren in diesem Sommer zum fünften Mal nach Hessen

WITTEN. So ein Geschenk erhält man nicht alle Tage: „Ich würde gerne unseren Berg an die Kinder und Jugendlichen dieser Welt verschenken.“ Mit dieser Äußerung von Herta Pfetzing begann im Jahr 2005 die Geschichte des Himmelsfelses in Spangenberg / Hessen. Seit 2008 ist es auch eine Geschichte der Trinitatis-Gemeinde in Witten. „Der Himmelsfels ist für manche unserer Jugendlichen eine zweite Heimat geworden“, erzählt Pfarrer Christian Uhlstein, der ebenfalls ein Stück dieser Geschichte wurde.

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Übernachtet wird in umgebauten Bauwagen, Botschaften genannt: Hier lernen die Kinder und Jugendlichen etwas über das Land, in dessen Botschaft sie untergebracht sind.

Aus einem alten Steinbruch hatten Herta Pfetzing und ihr Mann Werner in 25 Jahren Arbeit mit dem Bauschutt der Umgebung einen neuen Berg aufgehäuft und ihn in einen Landschaftspark verwandelt. Nach dem frühen Todes ihres Mannes stand die Witwe nun mit 100.000 qm Fläche da und suchte in ihrem Herzen und im Gebet nach einer Perspektive für das Gelände.

Wenn man so einen Anruf bekommt, dann muss sich zumindest die Angelegenheit einmal anschauen, dachten sich die Adressaten und so kam es, dass Johannes und Njeri Weth, beide engagierte Mitarbeitende im Christcamp in Krefeld, das kleine hessische Städtchen Spangenberg besuchten und sich im Jahr 2005 in den „Berg“ und die Menschen vor Ort verliebten.

Versuchsweise veranstalteten sie im Jahr 2006 während der Fußballweltmeisterschaft ein erstes „Worldcamp“ und bauten zu diesem Zweck mit Menschen aus verschiedenen kulturellen Hintergründen als Unterkünfte alte Bauwagen zu Botschaft um. Danach stand die Entscheidung fest: Die nächsten Jahre wollten sie neuen Landschaftspark zu einem internationalen Kinder- und Jugendberg mit den Menschen vor Ort umbauen.

Schnell war ein Name gefunden: Himmelsfels sollte das Campgelände heißen. Seitdem nimmt das große Anwesen immer mehr Gestalt an: Die Einrichtung von Sanitäranlagen ist abgeschlossen und zurzeit wird an einem Versammlungsraum gebaut.

Übernachtet wird dabei weiter in den zu Beginn umgebauten Bauwagen, Botschaften genannt: So leben Kinder und Jugendliche zum Beispiel für eine Woche in „Argentinien“, „Südafrika“ und „Russland“ und lernen in der Zeit des Aufenthaltes häufig auch etwas über das Land, in dessen Botschaft sie nun untergebracht sind.

Die Evangelische Trinitatis-Kirchengemeinde am Gemeindezentrum Sandstraße in Witten veranstaltete erstmals im Sommer 2008 eine einwöchige Kinderfreizeit auf dem „Himmelsfels“. „Das hat voll eingeschlagen“, erinnern sich die Mitarbeitenden. „Wie waren wie in eine andere Welt hinein versetzt …“.

Seitdem sind die Sommerferien ohne eine Woche auf dem internationalen Berg undenkbar. Insgesamt 80 Personen fahren auch in diesem Sommer wieder zur Kinder-Campwoche und das inzwischen zum fünften Mal. Auch darüber hinaus ist der Berg ein beliebtes Ziel für Freizeitgruppen der Gemeinde rund um die Christuskirche: Über Pfingsten machen sich 17 Familien auf den Weg nach Hessen, am langen Himmelfahrt-Wochenende fahren 60 Jugendliche zum International Youth Bible Camp.

„Für uns als Gemeinde ist er der Himmelsfels ein Ort der Inspiration geworden“, erzählt Pfarrer Christian Uhlstein, der die Camps seit Beginn der Partnerschaft begleitet. „So manche Gruppe, etwa die Kinder-Creativgruppe, ist in Hessen ins Lebens gestoßen wurden.“ In diesem Jahr sind alle drei Camps leider schon voll belegt, aber für das Jahr 2013 wurden bereits neue Freizeittermine verabredet.
 

Möge die Straße Dir entgegeneilen.
Möge der Wind immer in Deinem Rücken sein.
Möge die Sonne warm auf Dein Gesicht scheinen
und der Regen sanft auf Deine Felder fallen.
Und bis wir uns wiedersehen,
halte Gott Dich im Frieden seiner Hand.
Irischer Segenswunsch

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