NRW gemeinsam sozialer gestalten

01.01.2018 · Diakonie RWL-Vorstand übernimmt Vorsitz der Freien Wohlfahrtspflege NRW

Mit Beginn des Jahres 2018 ist Christian Heine-Göttelmann, Vorstand des Diakonischen Werkes Rheinland-Westfalen-Lippe, neuer Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege NRW. In der Arbeitsgemeinschaft haben sich sechs Sozialverbände zusammengeschlossen, die mit rund 500.000 Mitarbeitenden sowie einer halben Millionen Ehrenamtlichen für benachteiligte und hilfebedürftige Menschen in NRW aktiv sind. Christian Heine-Göttelmann übernimmt das Amt turnusgemäß für die kommenden zwei Jahre von Andreas Johnsen, Geschäftsführer der Arbeiterwohlfahrt, Bezirksverband Mittelrhein.

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Christian Heine-Göttelmann, Vorstand des Diakonischen Werkes RWL, bei der Übernahme des LAG-Vorsitzes von Andreas Johnson am 20.12.2017

Als dringende sozialpolitische Aufgabe sieht der neue Vorsitzende die Bekämpfung der Armut in Nordrhein-Westfalen. „Mit fast drei Millionen Menschen ist die Armutsgefährdung in unserem Bundesland die höchste aller westdeutschen Flächenländer“, sagt Christian Heine-Göttelmann. Besonders betroffen ist das Ruhrgebiet. 290.000 Menschen sind seit Jahren langzeitarbeitslos. „Wir müssen Arbeit statt Arbeitslosigkeit finanzieren. Dafür brauchen wir einen sozialen Arbeitsmarkt“, fordert der Theologe.

 

Unter seinem Vorsitz werde sich die Freie Wohlfahrtspflege weiterhin für ausreichende Kita-Plätze sowie einen Ausbau und landesweit qualitative Standards in den Offenen Ganztagsschulen einsetzen, kündigte Heine-Göttelmann an. Auch in der Pflege und Gesundheitsversorgung sieht der neue Vorsitzende dringenden Handlungsbedarf. Immerhin fehlen nach Statistiken der Landesregierung bis 2040 rund 70.000 Pflegekräfte in NRW. Zudem müsse die Finanzierung der Pflegefachseminare sichergestellt werden, fordert Heine-Göttelmann. Das gehe aus dem Beschluss des Landesausschusses für Alter und Pflege hervor.

 

Die landesweite Ausgestaltung des neuen Bundesteilhabegesetzes ist für den neuen Vorsitzenden ein weiterer wichtiger Baustein der Sozialpolitik. „Inklusion und Teilhabe werden immer weiter dazu führen, dass Menschen selbstbestimmt leben wollen und können“, betont er. Das müsse bei unterschiedlichen Kostenträgern qualitativ gut organisiert werden.

 

Das bisherige Interesse der Landesregierung an der Arbeit und den Impulsen der Freien Wohlfahrt bezeichnet Heine-Göttelmann als gut. „Wir sehen uns als Partner der Politik für die Bewältigung der genannten Herausforderungen und beziehen zugleich Position für die Menschen, für die hier Zukunft gestaltet werden soll.“

 

Das vollständige Interview mit dem neuen Vorsitzenden der Freien Wohlfahrtspflege NRW finden Sie hier: https://www.diakonie-rwl.de/themen/diakonie-rwl/amtswechsel-freier-wohlfahrtspflege-nrw

 

 

Diakonie RWL

Das Diakonische Werk Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. ist der größte diakonische Landesverband und einer der größten Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege. Es erstreckt sich über Nordrhein-Westfalen, Teile von Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Hessen. Die Diakonie RWL repräsentiert 4.900 evangelische Sozialeinrichtungen, in denen 330.000 Mitarbeitende hauptamtlich oder ehrenamtlich tätig sind.

Möge die Straße Dir entgegeneilen.
Möge der Wind immer in Deinem Rücken sein.
Möge die Sonne warm auf Dein Gesicht scheinen
und der Regen sanft auf Deine Felder fallen.
Und bis wir uns wiedersehen,
halte Gott Dich im Frieden seiner Hand.
Irischer Segenswunsch

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