Schlussakkord für Kreiskantor Hans-Wilfrid Richter

26.05.2019 · Ausschuss für Gottesdienst und Kirchenmusik plädiert für Stellenausbau

Konzentriert bis zum letzten Einsatz – so erlebten die Teilnehmenden der Sommersynode des Evangelischen Kirchenkreises ein letztes Mal ihren scheidenden Kreismusikkantor Hans-Wilfrid Richter an der Orgel. Nach 32 Jahren im Kirchenkreis verabschiedet sich der Kirchenmusiker in diesem Sommer in den Ruhestand und wurde daher von Superintendentin Julia Holtz mit einem Blumenstrauß und von den Synodalen mit langanhaltendem, freundlichem Beifall verabschiedet. Zuvor hatte er noch einmal an der Orgel den Gottesdienst zu Beginn der Sommersynode begleitet. Richter war seit 1987 zu 75 Prozent als Kirchenmusiker in der Gemeinde Annen angestellt und sorgte dort in Gottesdiensten, in der musikalischen Früherziehung sowie in der Chor- und Gospelmusik stets für den richtigen Ton. Als Kreiskantor leitete er darüber hinaus Chorprojekte, etwa in den Ferien, für den gesamten Kirchenkreis.

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Mehr als 30 Jahre lang war die Empore in der Erlöserkirche sein Arbeitsplatz. Nun begleitete Kreiskantor Hans-Wilfrid Richter zum letzten Mal musikalisch eine Synode.

Aus seinem Ausscheiden leitet sich nun für den Kirchenkreis die Frage nach der Zukunft der Kreiskantorei ab. „25 Prozent Stellenumfang für den kreiskirchlichen Kantor - das ist eine sehr schlanke Form, man könnte auch sagen minimalistisch“, schmunzelte die Superintendentin und ließ im Anschluss Johannes Ditthardt als Vorsitzenden des Ausschusses für Gottesdienst und Kirchenmusik zu Wort kommen. Der Ausschuss hatte in den vergangenen Monaten konzeptionell  daran gearbeitet, die Kirchenmusik zu betrachten und zu bewerten. „Dazu haben wir erst einmal den Status Quo in allen Gemeinden abgefragt. Dabei wurde schnell deutlich, dass Kirchenmusik ein wertvolles Medium ist, Menschen ans kirchliche Leben anzubinden – aber leider personell ziemlich dünn besetzt ist.“ Neben der 75%-Stelle in Annen gibt es nur in der Johanniskirchengemeinde noch eine weitere hauptamtliche Kirchenmusikerstelle, die durch Miso Kim mit 60 Prozent Stellenumfang besetzt ist. In allen anderen Gemeinden werden Musiker auf Honorarbasis verpflichtet.

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Zum Abschied gab es Blumen von der Superintendentin Julia Holtz und lang anhaltenden Applaus. Hans-Wilfrid Richter vor „seiner“ Orgel in der Erlöserkirche in Annen.

„Die vielfältigen Aufgaben der Kirchenmusik erfordern unserer Auffassung nach eine volle Stelle für einen hauptamtlichen Kirchenmusiker“ formulierte Johannes Ditthardt  selbstbewusst den Wunsch des Fachausschusses – und verwies auf den Landeskirchlichen Durchschnitt, der bei einer vollen Stelle pro 27.000 Gemeindeglieder liegt. Käme die Synode dem Wunsch nach, den Stellenumfang aufzustocken, so sollte die Stelle nach Überzeugung des Ausschusses in zwei halbe Stellen aufgeteilt werden, um die Bereiche Popular und Klassik gleichermaßen abzudecken. Zur Abstimmung wird es erst auf der Herbstsynode kommen; ein Meinungsbild der Synodalen fiel zugunsten der Stellenerweiterung aus.  (niki)

Möge die Straße Dir entgegeneilen.
Möge der Wind immer in Deinem Rücken sein.
Möge die Sonne warm auf Dein Gesicht scheinen
und der Regen sanft auf Deine Felder fallen.
Und bis wir uns wiedersehen,
halte Gott Dich im Frieden seiner Hand.
Irischer Segenswunsch

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