Kreiskirchenamt versorgt sich mit Strom, den die Sonne liefert

28.08.2017 · Feierliche Einweihung der Photovoltaikanlage in Witten

„Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern.“ Ein afrikanisches Sprichwort hat der Umweltausschuss der Evangelischen Kirchenkreise Hattingen-Witten, Hagen und Schwelm auf seine Homepage gesetzt. „Es sind nicht immer nur die großen Maßnahmen, die dabei helfen, die Umwelt zu retten oder, biblisch ausgedrückt, die Schöpfung zu wahren“, appelliert der Umweltbeauftragte des Kirchenkreises Hattingen-Witten, Wilfried Ranft, an die Möglichkeiten des Einzelnen – und strahlte heute mit der Sonne um die Wette: Das gemeinsame Kreiskirchenamt weihte heute eine Photovoltaikanlage ein und versorgt sich zukünftig selber mit Strom. Die 9,9 kWp-Photovoltaikanlage sowie ein 4,4 kW-Speicher wurden bereits auf dem Dach der Verwaltung installiert. Auch für den Energiepartner, die NATURSTROM AG ist dies ein Grund zur Freude – denn sie fördern damit bereits die 300. Anlage. Zur Einweihung kamen neben Vertretern der Kirchenkreise und des Umweltausschusses auch die Bürgermeisterin der Stadt Witten, Sonja Leidemann sowie die Umweltbeauftragt der Kommune, Sonja Eisenmann.

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Passend zur Einweihung der Photovoltaikanlage im Kreiskirchenamt in Witten zeigte sich auch der Sommer von seiner strahlenden Seite. Mit Torte und Sonnenblume freuen sich über diesen weiteren Baustein im Klimaschutz des Kirchenkreises (v.l.n.r.): Dr. Kirsten Nölke (Naturstrom), Bürgermeisterin Sonja Leidemann und Sonja Eisermann (Stadt Witten), Dr. Klaus Wentzel (Kreissynodalvorstand), Projektleiter Martin Schimke (Naturstrom), Superintendentin Julia Holtz und der stellvertretende Verwaltungsleiter des Kreiskirchenamtes, Matthias Küstermann sowie der Umweltbeauftragte des Evangelischen Kirchenkreises Hattingen-Witten, Wilfried Ranft. Kevin Willmar und Lucas Weber aus dem Kreiskirchenamt übernehmen die „tragende Rolle“ an der Torte. 

„Das Jubiläumsprojekt bedeutet für uns zugleich eine Premiere, denn erstmals haben wir beim Bau einer Photovoltaikanlage auch einen Stromspeicher integriert, “ berichtet NATURSTROM-Geschäftsführerin Kirsten Nölke vor der feierlichen Inbetriebnahme in Witten. Durch den Akku kann der erzeugte Sonnenstrom optimal genutzt werden.

„Ökologisches Handeln ist unserem Kirchenkreis seit vielen Jahren ein sehr wichtiges Anliegen“, erklärt Superintendentin Julia Holtz. „Zum Beispiel haben wir bereits 1996 einen eigenen Umweltausschuss ins Leben gerufen, der sich nach der Atomkatastrophe von Fukushima ausführlich mit dem Umstieg unseres Kirchenkreises auf Erneuerbaren Energien beschäftigte.“ Und Matthias Küstermann, der stellvertretende Verwaltungsleiter im Kreiskirchenamt ergänzt: „Auch bei dem Photovoltaik-Projekt ging es uns daher von Anfang an darum, möglichst viel des hausgemachten Ökostroms direkt bei uns im Gebäude zu verbrauchen.“  Der verantwortliche Umgang mit den Ressourcen der Umwelt sei für die Verwaltung so wichtig, dass er sogar in das Leitbild des Kreiskirchenamtes aufgenommen wurde, so Küstermann.

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Der CVJM Posaunenchor Johannis untermalte die Einweihung der neuen Photovoltaikanlage musikalisch. Im Hintergrund ist die Anzeigentafel zu erkennen, auf der permanent Stromgewinnung und Stromverbrauch abgelesen werden können. Fotos: niki

„Die Photovoltaik-Anlage wurde in Richtung Südwesten ausgerichtet, um so in den Sommermonaten bis in die Abendstunden hinein sauberen Strom zu produzieren.“, erläutert Martin Schimke, der als NATURSTROM-Mitarbeiter das Projekt eng begleitet hat und zugleich in einer Gemeinde des Kirchenkreises seit Jahren engagiert ist. „Der Sonnenstrom kann dann vom Vor- bis zum Nachmittag während der Bürozeiten direkt genutzt werden.“ Dies ist ein entscheidender Vorteil gegenüber dem Eigenverbrauch von Solarstrom in Eigenheimen, deren Bewohner tagsüber meist unterwegs sind. Im Kreiskirchenamt wird Strom vor allem dann benötigt, wenn die Photovoltaikanlage mit voller Leistung produzieren kann. Hier ist der Eigenverbrauch also besonders sinnvoll.

Derjenige Strom, der am späten Nachmittag oder am Abend erzeugt wird, wenn das Büro nicht mehr besetzt ist, wird in einem Akku zwischengespeichert – und steht so am Folgetag zur Verfügung. „Der Speicher hat eine Kapazität von 4,4 kW. Pro Jahr wird er voraussichtlich bis zu 1600 kWh Solarstrom zwischenspeichern, was dem Jahresverbrauch eines sparsamen Single-Haushaltes entspricht“, erläutert Martin Schinke. „In einem Büro – und Verwaltungsgebäude wie dem Kreiskirchenamt reicht diese Strommenge beispielsweise aus, um 15 PCs täglich zwei Stunden zu betreiben.“

Der Akku für die Photovoltaikanlage wurde, ebenso wie eine digitale Anzeigentafel, durch NATURSTROM gefördert. Die Tafel soll publikumswirksam im Eingangsbereich des Amtes aufgestellt werden und die aktuelle Solarstromerzeugung sowie den Verbrauch veranschaulichen. Der Kirchenkreis Hattingen-Witten ist bereits seit 2014 NATURSTROM Kunde. Die zahlreichen Gebäude des Kirchenkreises – von den Kirchen selbst über Kindergärten, Pfarrhäusern und viele weitere kirchliche Einrichtungen, benötigen jährlich etwa eine Million  Kilowattstunden.

NATURSTROM fördert bereits seit vielen Jahren den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland und ist auch selbst im Bereich der Projektierung, dem Bau und Betrieb von Öko-Kraftwerken aktiv. Viele dieser Projekte unterstützt das Unternehmen mit Geldern aus dem in den NATURSTROM-Tarifen enthaltenen, festen Förderbetrag. So trägt jede Kundin und jeder Kunden mit der Wahl des Strom- und Gastarifs zum Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland bei. Und macht somit ebenfalls einen kleinen, aber bedeutsamen Schritt beim Umweltschutz.

Möge die Straße Dir entgegeneilen.
Möge der Wind immer in Deinem Rücken sein.
Möge die Sonne warm auf Dein Gesicht scheinen
und der Regen sanft auf Deine Felder fallen.
Und bis wir uns wiedersehen,
halte Gott Dich im Frieden seiner Hand.
Irischer Segenswunsch

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