Auch nach Schließung geht es für Kinder und Kolleginnen weiter

24.05.2017 · Stadt plant am Augustinchen-Standort familienähnliche Großtagespflege

„Wir freuen uns sehr, dass es uns gelungen ist, alle Kinder in anderen Kindertagesstätten zu versorgen und für alle Mitarbeitende die Arbeitsplätze zu erhalten!“ Gleich zu Beginn ihrer Ernennung zur theologischen bzw. kaufmännischen Geschäftsführerin des Trägerverbundes für KiTas im Evangelischen Kirchenkreis Hattingen-Witten mussten Pfarrerin Birgit Crone und Angelika Arend ein eher „unangenehmes“ Erbe antreten. Die Schließung des Augustinchens, einer Kindertageseinrichtung im Herzen der Wittener Innenstadt, war bereits seit 2015 beschlossene Sache. Politik und Verwaltung der Stadt Witten sahen damals zwar grundsätzlich den Bedarf an innerstädtischen KiTa-Plätzen – doch auf den Kosten für dringend notwenige Sanierungsmaßnahmen, vom Träger mit etwa 800.000 Euro veranschlagt, wären Kommune und Kirche wegen fehlender Landesförderung allein sitzen geblieben.

Mit Beginn des Kindergartenjahres 2015 / 2016 nahm die Einrichtung an der Augustastraße keine neuen Kinder mehr auf; Geschwisterkinder und neue Kinder wurden in Abstimmung mit den Eltern an die in der Nähe beheimateten Einrichtungen in der Berger- bzw. Sandstaße vermittelt. Dorthin wechseln nach den Sommerferien nun auch die letzten verbliebenen  acht Kinder; alle anderen werden in diesem Sommer eingeschult.

 

Die Stadt hat zwischenzeitlich wieder Kontakt zur Johanniskirchengemeinde aufgenommen und will die Räume anmieten, um in zwei Groß-Tagespflegestellen bis zu 18 Kinder unter  drei Jahren betreuen zu können. „Dieses Betreuungsmodell, das von Tagesmüttern durchgeführt wird, ist weniger `kindergartenähnlich´, sondern mehr `familienähnlich´, weshalb die Raumvorgaben weniger streng sind als in einer KiBiz-Einrichtung“, erklärt Gemeindepfarrer Wolfram Linnemann. Die Entscheidung über dieses Modellprojekt trifft der Jugendhilfe- und Schulausschuss in seiner nächsten Sitzung Ende Mai.

Die Kita-Mitarbeiterinnen wechseln Anfang August in andere Einrichtungen. „Wir konnten auch die Wünsche der einzelnen Mitarbeitenden berücksichtigen“, freut sich die kaufmännische Geschäftsführerin Angelika Arend. Zwei Mitarbeiterinnen würden extra in den Ev. Kindergarten Johannis (Bergerstraße) wechseln, um als vertraute Gesichter auch in Zukunft die Augustinchen-Kinder zu betreuen. Ein Kind wird in den Ev. Kindergarten Christuskirche (Sandstraße) wechseln, da dieser wohnortnäher ist.  Darüber hinaus wechseln drei Mitarbeiterinnen zusammen in den Kindergarten Am Anger. Birgit Crone: „In allen Fällen handelt es sich um freigewordene Stellen. Keine anderen Mitarbeitenden mussten dafür den Arbeitsplatz wechseln.“

 

Der Trägerverbund wird zum 31.07.2017 den Betrieb des Ev. Kindergartens Augustinchen einstellen. Der Kindergarten Augustinchen ist Teil des Trägerverbundes evangelischer Tageseinrichtungen im Ev. Kirchenkreis Hattingen-Witten. Zurzeit hat der Trägerverbund die Trägerschaft für 21 Kindertageseinrichtungen übernommen.

Möge die Straße Dir entgegeneilen.
Möge der Wind immer in Deinem Rücken sein.
Möge die Sonne warm auf Dein Gesicht scheinen
und der Regen sanft auf Deine Felder fallen.
Und bis wir uns wiedersehen,
halte Gott Dich im Frieden seiner Hand.
Irischer Segenswunsch

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