Vom Ankommen und beschenkt werden in Wengern

06.01.2019 · Gemeinde freut sich über Wiederbesetzung der 1. Pfarrstelle durch Michael Waschhof

Der 6. Januar ist den meisten als „Heilige Drei Könige“ oder Dreikönigstag bekannt. In der katholischen Kirche werden die „drei Könige“, die wohl eigentlich Männer der Wissenschaft waren, als Heilige verehrt. Und in der evangelischen Kirche, wo man es mit den Heiligen nicht so hat, wird der Tag als „Epiphanias“ gefeiert - das bedeutet „Erscheinung des Herrn“. In manchen Ländern bekommen die Kinder nicht an Weihnachten, sondern erst am 6. Januar ihre Geschenke - und so passte es in vielerlei Hinsicht, das die Evangelische Kirchengemeinde in Wengern und ihr neuer Pfarrer Michael Waschhof sich an diesem grauen ersten Sonntag im Jahr reich beschenkt fühlen konnten: In einem feierlichen Gottesdienst wurde der junge Theologe durch Superintendentin Julia Holtz und das Presbyterium gesegnet und in den Dienst in der Gemeinde eingeführt. Strahlende Augen beim Pfarrer, strahlende Gesichter bei den dicht gedrängt in der Dorfkirche sitzenden Gemeindegliedern – und nur Waschhofs Töchterchen Helene war anzusehen, dass sie die Geschenke im Gemeindehaus noch ein bisschen spannender fand als die Zeremonie in der Kirche…

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Nun ist es offiziell: Michael Waschhof ist der neue Gemeindepfarrer in Wengern. Superintendentin Julia Holtz (Mitte) sowie zahlreiche Weggefährten, Kollegen und Mitglieder des Presbyteriums führen den jungen Theologen in seinen neuen Dienst ein.

Groß war die Sorge nach dem überraschenden Weggang von Uli Mörchen, der Ende 2017 nach 22 Jahren die Gemeinde verließ. „Wie finden wir einen Pfarrer, der zu uns passt“, fragten sich die engagierten, aber auch selbstbewussten Mitglieder des Presbyteriums. Superintendentin Holtz, die die Gemeinde in der „pfarrerlosen“ Zeit begleitete, erinnerte sich beim Festgottesdienst verschmitzt daran, dass sie seinerzeit dachte: „Ich glaube, der ist schon da.“ Wenn auch noch in der Nachbarstadt Witten, wo Waschhof nach zweieinhalbjährigem Vikariat in Herbede und einer Vakanzvertretung in Sprockhövel in die Christuskirchengemeinde gewechselt war.

Der Rest ist schnell erzählt: Vier Probegottesdienste im Sommer – und am 1. Juli des vergangenen Jahres wechselte der heute 34-Jährige ins beschauliche Wengern. Menschlich ist der sympathische Theologe, der aus Recklinghausen stammt und über das Lehramtsstudium zur Theologie kam, gemeinsam mit Ehefrau Wiebke, den beiden Töchtern Helene und Esther sowie Familienhund Timmy längst in Wengern angekommen. Doch formal musste die Landeskirche der im Oktober offiziell ausgesprochenen Berufung noch zustimmen. „Nun ist es amtlich und formvollendet“, freute sich Julia Holtz nach dem Verlesen der Amtsurkunde, durch die Michael Waschhof nun seit dem 1. Januar 2019 offiziell der Inhaber der 1. Pfarrstelle in der Ev. Kirchengemeinde Wengern ist.

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Strahlende Gesichter, wohin man blickte: Michael Waschhof freut sich über den Beifall der Gemeinde, Superintendentin Julia Holtz und seiner haupt- und ehrenamtlichen Kolleg*innen.

Unterstützt wird Waschhof durch den erfahrenen Kollegen Jürgen Krüger aus der Nachbargemeinde Bommern, der einige Straßen in den Bereichen Höltken, Trienendorf und Jageplatz übernimmt.

In ihrer Ansprache erinnerte Superintendentin Holtz die Gemeinde daran, dass schon Moses  inmitten zahlreicher Gebote, Vorschriften und Regeln mit der Verheißung gesegnet wurde „Siehe, ich sende einen Engel vor dir her, der dich behüte auf dem Wege und bringe dich an den Ort, den ich bereitet habe.“ (2. Mose 23,20) – und deutete diesen Zuspruch so, dass die Gemeinde ihren jungen Pfarrer nach Kräften unterstützen und nicht zu viel von ihm verlangen möge. „Wir sind nicht allein auf dem Weg – und das gilt für den Pfarrer und für die Gemeinde“, so die Superintendentin und ergänzte optimistisch: „und für jeden gibt es eine Bestimmung.“ Vom Ankommen und beschenkt werden handelte dann auch die erste Predigt des von Weggefährten und Kolleginnen frisch gesegneten neuen Dorfpfarrers – und die Freude über das Ankommen in Wengern war Michel Waschhof deutlich anzuspüren.

Möge die Straße Dir entgegeneilen.
Möge der Wind immer in Deinem Rücken sein.
Möge die Sonne warm auf Dein Gesicht scheinen
und der Regen sanft auf Deine Felder fallen.
Und bis wir uns wiedersehen,
halte Gott Dich im Frieden seiner Hand.
Irischer Segenswunsch

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