Konfirmation

Die 2006 beschlossene Konfirmandenordnung wurde in den meisten Presbyterien des Kirchenkreises Hattingen-Witten ausführlich diskutiert und hat in vielen Gemeinden neue Wege und Prozesse angestoßen. So gestaltet sich die Konfirmandenarbeit (KA) im Kirchenkreis profiliert und vielfältig. Vom traditionellen Konfirmandenunterricht bis zur gemeindeübergreifenden Arbeit mit gemeinsamen Konfi-Camps ist in unserem Kirchenkreis alles vertreten. Exemplarisch seien hier einige besondere Modelle herausgestellt: 4K (Johannes, Niederwenigern, Welper-Blankenstein und Winz-Baak).

Die 4 Hattinger Gemeinden gehen seit 2003 in Sachen Konfirmanden- und Jugendarbeit gemeinsame Wege. In allen Gemeinden wird die Konfirmandenarbeit im Team mit älteren Jugendlichen gestaltet, die auch gemeinsam geschult werden. Nach einem gleichlautenden Jahresplan findet der Unterricht dezentral in allen Gemeindehäusern am Dienstagnachmittag parallel zum 7. Schuljahr statt. In den Herbstferien brechen alle Konfirmandengruppen mit PfarrerInnen und Teamern (ca. 200 Personen) gemeinsam in eine große Jugendherberge an der Nordsee auf und verbringen dort eine intensive Woche im Wechsel von Großgruppe, Konfirmandengruppe und Projektgruppen. Eine Präsentation des Erarbeiteten zu Hause in Hattingen schließt sich an. Konfirmiert wird vor den Sommerferien, kurz danach werden alle Konfis noch mal zu einer School’s-Out-Party eingeladen. Die Konfirmandenarbeit ist integriert in die gemeinsam verantwortete Jugendarbeit „4K“, es gibt ein gemeinsames Jugendbüro, einen gemeinsamen Jugendausschuss und einen Jugendreferenten, der von den beteiligten Gemeinden gemeinsam angestellt und finanziert werden.

 

Sail away (Sprockhövel und Bredenscheid-Stüter) und Kontour (St. Georg)

Beide Gemeinden arbeiten mit dem geteilten Konfirmandenmodell: Das erste Unterrichtsjahr, also die Katechumenenzeit findet im 3. bzw. 4. Grundschuljahr statt, das zweite Jahr dann im 7. bzw. 8. Schuljahr. In beiden Phasen übernimmt ein Team aus PfarrerInnen und älteren Jugendlichen die Unterrichtsgestaltung für die ca. 75 Konfis eines Jahrgangs. Am Beginn der Konfirmandenzeit steht eine 5-tägige Segelfreizeit. Neben den Unterrichtsnachmittagen im Gemeindehaus in den einzelnen Konfigruppen gibt es Projektphasen und Exkursionen. Eingebettet ist die Konfirmandenarbeit in eine aktive Jugendarbeit mit Schulung und Begleitung der Teamer, mit Jugendgottesdiensten, offenen Treffs, Jugendfreizeiten.

Johannis Witten

In der Kirchengemeinde Johannis gibt es verschieden Wege, die zur Konfirmation führen: wahlweise können sich die Konfis im ersten Jahr für den wöchentlichen Dienstagnachmittag oder einen zweiwöchigen Ferienkurs in den Sommerferien entscheiden. Das zweite Jahr wird dann mit Wochenendkursen gestaltet.

"Konfirmandenarbeit ist ein Erfolgsmodell, für die Kirche nicht weniger als für die Jugendlichen, für die Familien nicht weniger als für die gesamte Gesellschaft", so Friedrich Schweitzer, Professor für Praktische Theologie an der Universiät Tübingen, bei der Präsentation der bundesweiten Studie zur Konfirmandenarbeit im Frühjahr 2009. Vielleicht ist dieser Satz etwas zu euphorisch, denn natürlich können nicht alle KonfirmandInnen begeistert werden, aber die Konfirmandenarbeit wird in Feedbacks oft sehr positiv bewertet. Sie fördert ehrenamtliches Engagement, vermittelt Werte und fördert die Entwicklung sozialer Kompetenz. Und KA macht einfach ganz viel Spaß, besonders wenn sie im Team gestaltet wird. Das entdecken im Kirchenkreis immer mehr Gemeinden und freuen sich an den Folgen: je engagierter die Konfirmandenzeit gestaltet wird, umso höher ist die Nachfrage der Konfis nach Schulung und der Wunsch der Konfis, selbst Teamer zu werden.

Auf der einen Seite hat sich bei vielen PfarrerInnen das Engagement und der Zeitaufwand für eine lebendige KA erhöht, auf der anderen Seite wird KA durch die Verlagerung des Schulalltags in den Nachmittagsbereich zunehmend erschwert. Zwar ist der Dienstagnachmittag im 7. und 8. Schuljahr an den meisten Schulen nach wie vor unterrichtsfrei, aber die Teamer bekommen zunehmend mehr Schwierigkeiten, sich in der KA zu engagieren. Auch das Ausweichen auf Samstage ist nur bedingt möglich, weil Patchworkfamilienstrukturen oder das Eingebundensein in Sportvereine das Zeitfenster stark einschränken. Keinesfalls dürfen die gesellschaftlichen und schulischen Veränderungen zu einem Rückzug in der KA führen. Eine Unterrichtsgestaltung, die sich an der Lebens- und Glaubenswirklichkeit der Jugendlichen orientieren will, wird auf Teamer als GesprächspartnerInnen für PfarrerInnen ebenso wie für die Konfis nicht verzichten können. Hier gilt es immer wieder nach kreativen Wegen zu suchen und nach Möglichkeit mit den Schulen und den Eltern verbindliche Absprachen zu treffen.

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Möge die Straße Dir entgegeneilen.
Möge der Wind immer in Deinem Rücken sein.
Möge die Sonne warm auf Dein Gesicht scheinen
und der Regen sanft auf Deine Felder fallen.
Und bis wir uns wiedersehen,
halte Gott Dich im Frieden seiner Hand.
Irischer Segenswunsch

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