Der Gott der Wahl

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Das gilt besonders in diesem Jahr. Es ist ein Jahr, in dem manche Entscheidungen für die Zukunft getroffen werden. In Europa, in Deutschland, in Nordrhein-Westfalen. Vor ein paar Tagen fiel mir da ein Zitat Elie Wiesels in die Hände, das mich berührte. In seiner Rede zum Empfang des Friedensnobelpreises sagte er 1986: „Wir müssen immer Partei ergreifen. Neutralität hilft dem Unterdrücker, niemals dem Opfer. Stillschweigen bestärkt den Peiniger, niemals den Gepeinigten.“

Ich glaube, Elie Wiesel hat Recht. Eine schweigende Mehrheit, die nur zusieht und nicht ihre Stimme erhebt, ist (zu) leicht vor die schrecklichsten Karren zu spannen. Und wenn wir das nicht wollen, müssen wir eine Wahl treffen, Partei ergreifen und eintreten, für das, was uns wichtig ist.

Und damit wären wir auch in bester Gesellschaft, denn auch Gott hat eine Wahl getroffen. Er ist nicht für sich alleine im Himmel geblieben, sondern hat sich entschieden, in Jesus unter uns Menschen zu sein. Er hat für uns Partei ergriffen. Und er ist dieser Wahl treu geblieben, selbst als es ihn alles, sogar das Leben kostete. Daran erinnern Christen in den Wochen vor Ostern.

Also lassen Sie uns dem Beispiel folgen, Partei ergreifen für die Menschen, auch wenn es etwas kostet!

Vikar Daniel Schwedhelm

Möge die Straße Dir entgegeneilen.
Möge der Wind immer in Deinem Rücken sein.
Möge die Sonne warm auf Dein Gesicht scheinen
und der Regen sanft auf Deine Felder fallen.
Und bis wir uns wiedersehen,
halte Gott Dich im Frieden seiner Hand.
Irischer Segenswunsch

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