Kein Tag wie jeder andere

Heute ist der 9. November, kein Tag wie jeder andere. Sicher, das Leben pulsiert in unserer Innenstadt. Die Einkäufe für’s Wochenende werden getätigt. Der Herbst lädt zu nachdenklicher Stimmung ein – heute zu ganz besonderem Gedenken.

Vor 75 Jahren brannte die Synagoge der Wittener Jüdischen Gemeinde an der Breite Straße gegenüber dem Ruhrgymnasium. Geschäfte jüdischer Mitbürger wie das der Familie Rosental in Annen an der heutigen Bebelstraße wurden zerstört und geplündert. Der Jüdische Friedhof im Ledderken und das Jüdische Gräberfeld auf dem Annener Friedhof wurden geschändet. Unfassbares geschah, in Deutschland, in unserer Stadt. Angestiftet und durchgeführt hier in Witten von Bürgern unserer Stadt. Nicht nur die prachtvolle Synagoge wurde zerstört. Der 9. November markierte das Ende der Jüdischen Gemeinde und des jüdischen Lebens in unserer Stadt. Einigen gelang die Flucht. Für andere ging es auf den Weg in den Tod.

An Tagen wie diesen gilt es, an dies unfassbare Geschehen in unserer Stadt zu erinnern, uns beschämt dieser Vergangenheit stellen. Einige treffen sich, um gemeinsam zu gedenken, um 17 Uhr am Ort, da bis vor 75 Jahren die Synagoge stand.

Diese Gedanken lassen mich nicht in Ruhe, an diesem 9. November, der kein Tag wie jeder andere ist.

Claus Humbert

Möge die Straße Dir entgegeneilen.
Möge der Wind immer in Deinem Rücken sein.
Möge die Sonne warm auf Dein Gesicht scheinen
und der Regen sanft auf Deine Felder fallen.
Und bis wir uns wiedersehen,
halte Gott Dich im Frieden seiner Hand.
Irischer Segenswunsch

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