So schnell ist die Zukunft Realität

29.06.2020 – Erste digitale Sommersynode des Kirchenkreises / YouTube, Umlaufbeschlüsse und Video-Botschaften

Vor knapp zwei Jahren präsentiere die Evangelische Kirche in Deutschland ihren Fahrplan für „Kirche im Digitalen Wandel“ – und mancher Synodale dachte damals sicher an ferne Zukunftsmusik. Wer hätte ahnen können, dass sich in Coronazeiten Gemeindegremien plötzlich online treffen, dass Home-Office und Datenschutz in Einklang zu bringen sind und dass Webinare und Videokurse Schulungen vor Ort ersetzen können. Der Evangelische Kirchenkreis Hattingen-Witten ging sogar noch einen Schritt weiter: Als einer der ersten Kirchenkreise überhaupt wagten sich Superintendentin Julia Holtz und der Kreissynodalvorstand (KSV) an eine digitale Sommersynode. Dabei gingen die Kirchenverantwortlichen mit einem eigenen YouTube-Kanal und Grußbotschaften per Video neue Wege, stimmten per Umlaufbeschluss auch ab – verschoben aber einige Tagesordnungspunkte auf die Herbstsynode, die Ende November stattfinden soll.

Superintendentin Julia Holtz sprach per Videobotschaft über die Arbeit der Gemeinden, Ausschüsse und Dienste im Berichtsjahr.

Kurz vor Beginn der Sommersynode kamen die Techniker noch einmal ins Schwitzen: Der Bericht der Superintendentin, den Julia Holtz über die Arbeit der Gemeinden und Synoden zuvor im Studio der Creativen Kirche eingesprochen hatte, war eine Stunde und acht Minuten lang. Zu lang für YouTube – der Online-Kanal hatte bei der Veröffentlichung unbemerkt die letzten acht Minuten abgeschnitten und so endete das Video ziemlich abrupt. Kurzerhand wurde der Jahresbericht von den Technikern m Hintergrund in zwei Teile geschnitten – und da zur frühen Stunde nur die wenigsten der insgesamt 75 stimmberechtigten Synodalen schon vor dem Rechner saßen, fiel der kleine faux pas gar nicht auf.

Mit einer Mischung aus persönlich zugestellten Papierunterlagen, auf der Homepage passwortgeschützten Vorlagen sowie mehreren Videos, die sowohl über YouTube als auch über die Kirchenkreis-Homepage öffentlich für jedermann sichtbar waren, ging die Synode schließlich erfolgreich vonstatten.

Die Juristen, allen voran KSV-Mitglied Klaus Wentzel und die Mitarbeitenden der kreiskirchlichen Verwaltung, hatten vor Beginn der Synode alle Hände voll zu tun, um die notwenigen Beschlussvorlagen so zu organisieren, dass sie rechtlich abgesichert sind. Die Wahl eines neuen Kreissynodalvorstandes, der turnusmäßig nach der Kirchenwahl im Februar abgestanden hätte, wurde ebenso wie die der neuen Ausschüsse und Beauftragten auf den Herbst verschoben.

13 Jahre lang war Dr. Wolfram von Moritz als theologischer Ortsdezernent für Hattingen-Witten zuständig. Nun verabschiedete er sich per Video in den Ruhestand.

Der Gründung eines Kirchenkreisverbandes, einem Antrag an die Landessynode für die Zuordnung der Evangelischen Jugend in das Dezernat „Kirchliches Leben“ sowie einem Entwurf für ein Kirchengesetz der EKvW zum Schutz vor sexualisierter Gewalt konnten die Synodalen jedoch per Umlaufbeschluss zustimmen. Die entsprechenden waren – ganz klassisch – mit der Post hin- und hergeschickt worden.

Auch über die Wählbarkeitsvoraussetzungen für Superintendentinnen und Superintendenten sollten die Synodalen ein Votum abgeben – bislang war es notwendig, dass die Bewerberinnen und Bewerber mindestens fünf Jahre als GemeindepfarrerIn tätig waren. Der neue Entwurf betont die Leitungserfahrung und lässt „Gemeindeerfahrung“ auch ohne Pfarrstelle gelten. Die Kreissynode stimmt dieser Änderung mit sehr großer Mehrheit zu.

Verabschieden musste sich die Synode von Landeskirchenrat Dr. Wolfram von Moritz. Nach 13 Jahren als theologischer Ortsdezernent geht der beliebte Pädagoge in den Ruhestand und auf Blumen und Applaus der Synodalen verzichten – sein digitales Grußwort kam per Videobotschaft aus dem Sitzungszimmer im Landeskirchenamt in Bielefeld.

 

Das Protokoll der Sitzung steht für die Synodalen passwortgeschützt im internen Bereich der Homepage.

Möge die Straße Dir entgegeneilen.
Möge der Wind immer in Deinem Rücken sein.
Möge die Sonne warm auf Dein Gesicht scheinen
und der Regen sanft auf Deine Felder fallen.
Und bis wir uns wiedersehen,
halte Gott Dich im Frieden seiner Hand.
Irischer Segenswunsch

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