Öko-Info 2/2020 Insektensterben

Es werden immer weniger

Kaum noch Insekten auf der Windschutzscheibe, kaum noch Schmetterlinge zu sehen? Der Grund hierfür ist das Insektensterben. Seit 1850 ist ein immer stärkerer Rückgang von Insekten zu beobachten: In den letzten 25 Jahren sank die Zahl der Insekten um drei Viertel. Im Vergleich zu 1900 sind es heute nur noch 4 %. Im nächsten Jahrzehnt werden 40 % der Arten ausgestorben sein, wenn wir nichts dagegen unternehmen.

Die Ursachen sind klar

Die Ursachen und Einflussfaktoren in Deutschland sind bekannt: Umweltverschmutzung, Klimawandel, invasive Tier- und Pflanzenarten, Lichtverschmutzung, Überdüngung, Flächenfraß, Antibiotika in der Tierhaltung, Flurbe­reinigung, Mähroboter und Pestizide.

Wir können im Kleinen gegensteuern

Jede und jeder kann im Garten, auf dem Balkon oder der Fensterbank dabei helfen, Insekten und Vogelarten zu schützen:

  • Steingärten naturnah umgestalten
  • Auf Pestizide und Kunstdünger verzichten
  • Heimische Pflanzen bevorzugen
  • Ungefüllte offene Blühpflanzen wie Margerite, Aster, Kornblume, Lavendel, Minze, Thymian bieten Insekten Nahrung
  • Nistgelegenheiten anbieten und kleine saubere Tränken bereitstellen

 

Auch im Großen tut sich was

Weltzukunftsrat und UN kommen zum Ergebnis, dass die Weltbevölkerung auch ohne den Einsatz von Pestiziden ernährt werden kann. In Ägypten entwickelt SEKEM seit mehr als 40 Jahren ökologische, pestizidfreie Anbaumethoden und fördert ganzheitlich nachhaltige Entwicklung - SEKEM und sein Gründer erhielten den alternativen Nobelpreis. Das österreichische Burgenland hat sich das Ziel eines 100%-Bioanbaus gesetzt. Und der indische Bundesstaat Sikkim baut bereits zu 100% ökologisch an. Deutschland hat hier keine Vorreiterrolle. Aber das kann sich ändern – wenn wir dafür eintreten!

 

 

Möge die Straße Dir entgegeneilen.
Möge der Wind immer in Deinem Rücken sein.
Möge die Sonne warm auf Dein Gesicht scheinen
und der Regen sanft auf Deine Felder fallen.
Und bis wir uns wiedersehen,
halte Gott Dich im Frieden seiner Hand.
Irischer Segenswunsch

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