Öko-Info 3/2020 Zero Waste

Weniger Müll, weniger Verschwendung

Zero Waste kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt so viel wie „keine Verschwendung/kein Müll“. Es ist eine Art der Lebensführung, bei der, soweit möglich, keinerlei Müll verursacht wird. Im Alltag ist das allerdings für die meisten Menschen kaum umsetzbar. Trotzdem lohnt es sich, mal einen kritischen Blick auf den eigenen Müll zu werfen. An vielen Stellen lässt sich kostengünstig und unkompliziert, auch ohne Unverpacktladen, Müll sparen.

Plastik / Kosmetik

Das größte Müllproblem stellt Plastik dar. Plastik wird unter anderem aus dem begrenzten Rohstoff Erdöl hergestellt. Außerdem verrottet es nicht, sondern zerfällt zu Mikroplastik. Als solches gelangt es in die Meere, die Böden und sogar unsere Körper. Den Plastikmüll zu reduzieren ist also ein sinnvoller Anfang. Mikroplastik ist häufig in Kosmetikprodukten enthalten. Mit dem Blick auf die Inhaltsstoffe oder der kostenlosen App Codecheck kann man die Produkte überprüfen und Mikroplastik vermeiden. Viele Drogeriemärkte bieten außerdem bereits in Papier verpackte Kosmetikprodukte und Bambuszahnbürsten an. Auch Putzmittel kann man in Papier verpackt als Tabs erwerben, die man zuhause selbst in einer wiederverwendbaren Flasche mit Wasser auflöst.

Lebensmitteleinkauf

Auch beim Lebensmitteleinkauf kann man viel Müll einsparen. Den eigenen Beutel mitbringen und das Obst und Gemüse unverpackt einkaufen ist schon sehr beliebt. Bei einigen Produkten wie Nudeln lohnt es sich zu vergleichen: einige Marken haben ihre Verpackungen bereits müllärmer gestaltet. Außerdem lohnt es sich häufig, eher größere Packungen zu kaufen, bei denen dann auf weitere Verpackung der einzelnen Teile im Inhalt verzichtet wird.

Um Lebensmittelabfällen vorzubeugen, ist es sinnvoll, mit Einkaufszettel einkaufen zu gehen und nur das zu kaufen, was wirklich benötigt wird. Wer gerne Lebensmittel vor dem Müll retten möchte, findet bei „Foodsharing“ und „Too Good To Go“ gute Möglichkeiten.

Einfach ausprobieren

Beim Zero Waste geht es nicht unbedingt darum, absolut keinen Müll mehr zu generieren. Vielmehr geht es um das Bewusstsein für die eigene Verschwendung. Wenn Jede*r sich mit eigenen Möglichkeiten einbringt, können wir schon eine ganze Menge erreichen. Dabei gilt immer: das nachhaltigste Produkt ist das, was wir nicht kaufen. Jeder Einkauf kann ein Stimmzettel für weniger Müll sein und bewirkt etwas.

 

Möge die Straße Dir entgegeneilen.
Möge der Wind immer in Deinem Rücken sein.
Möge die Sonne warm auf Dein Gesicht scheinen
und der Regen sanft auf Deine Felder fallen.
Und bis wir uns wiedersehen,
halte Gott Dich im Frieden seiner Hand.
Irischer Segenswunsch

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