„Wir haben gemeinsam schon viele Lasten getragen!“

13.09.2021 – Videobotschaft der Superintendentin zum Partnerschaftssonntag grüßt die Menschen in Ruanda

Es sollte nur ein kleines Geschenk des Willkommens sein, das die Gastgeber in Hattingen-Witten 2019 einer Besuchergruppe aus Ruanda überreichten: Einkaufsbeutel in den Farben des Kirchenkreises mit der Aufschrift „Einer trage des anderen Last“. „Mwakirane ibibaremerera“ heißt dieses Wort aus dem Brief des Apostel Paulus in der Landessprache Kinyarwanda – und es schien eine nette Symbolik zu Beginn der neuen Partnerschaft zwischen den beiden Kirchenkreisen. „Wir haben nicht geahnt, welche großen Lasten wir in den nächsten Jahren würden tragen müssen“, sagt jetzt Superintendentin Julia Holtz. Wie schon im vergangenen Jahr, grüßt sie mit einer Videobotschaft auf YouTube die Menschen im Partner-Kirchenkreis Gisenyi in Ruanda anlässlich des Partnerschaftssonntages am Sonntag, 26. September 2021 – denn wechselseitige Besuche sind in Zeiten der Pandemie weiterhin undenkbar…

Superintendentin Julia Holtz und Jörg Galilee Uwimana grüßen die Christinnen und Christen im Kirchenkreis Gisnyi in Ruanda – zweisprachig in einer Videobotschaft, die zuvor in der Evangelischen PopAkademie aufgezeichnet wurde.

An diesem Tag denken die Christinnen und Christen in Gisenyi und in Hattingen-Witten besonders aneinander. In Ruanda sind aufgrund der Corona-Pandemie noch immer sehr viele Kirchen geschlossen – der Partnerschaftssonntag kann daher nicht wie geplant in fröhlicher Gemeinschaft gefeiert werden. Umso wichtiger ist den Verantwortlichen, wenigstens mithilfe der digitalen Möglichkeiten den Kontakt zu halten und das Band der Freundschaft zwischen den beiden Kirchenkreisen nicht abreißen zu lassen.

„2019, zu Beginn der Partnerschaft, haben wir viele schöne Pläne geschmiedet: 2020 wollte eine Gruppe aus Hattingen und Witten nach Ruanda reisen, wir wollten miteinander Musik machen, Gottesdienste feiern und Euer schönes Land kennenlernen“, erinnert sich die Superintendentin ein bisschen wehmütig. Sie selber hatte Ende 2018 noch die Chance, Ruanda kennenzulernen – doch dann kam das Virus, das alles veränderte. „Wir mussten unsere Kirchen und Schulen schließen, wir haben weltweit viel Leid, Not und Tod erlebt. Liebe Menschen sind an der Krankheit gestorben.“

Zuletzt gab es auch noch Überschwemmungen, 2020 in Gisenyi und 2021 in Hattingen und Witten; ein Vulkanausbruch und ein Erdbeben erschütterten Ruanda zudem schwer. „Wir mussten in den letzten zwei Jahren Lasten tragen, die viel schwerer waren als alles, was man in so eine Tasche packen kann.“ Da tut es gut, dass sich die Geschwister in Christus gegenseitig aufbauen, einander schreiben, aneinander denken und füreinander beten. „Und an diesem Sonntag feiern wir gemeinsam Gottesdienst, auch wenn 8.000 km zwischen uns liegen. Im Glauben an Jesus Christus sind wir eng verbunden. Wir danken Gott, dass es euch gibt und dass wir Partner sein dürfen. Wir beten, dass er euch behüten möge. Und wir hoffen, dass wir uns eines Tages wieder besuchen können“, gibt sich Julia Holtz zuversichtlich. In vielen Gemeinden des Kirchenkreises wird der Partnerschaftssonntag im Gottesdienst gefeiert.

 

 

Die Videobotschaft des Evangelischen Kirchenkreises Hattingen-Witten finden Sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=a_JuxQO8Uk4

Möge die Straße Dir entgegeneilen.
Möge der Wind immer in Deinem Rücken sein.
Möge die Sonne warm auf Dein Gesicht scheinen
und der Regen sanft auf Deine Felder fallen.
Und bis wir uns wiedersehen,
halte Gott Dich im Frieden seiner Hand.
Irischer Segenswunsch

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