Kirche genießt noch Vertrauensvorschuss

30.08.2021 – Einfach mal reden: Erste Projektphase erreicht interessierte Ehrenamtliche

„Einfach mal reden“ – unter diesem Titel startete der Evangelische Kirchenkreis Anfang Juni eine Telefonaktion, um Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen. Solche, die sich regelmäßigen Kontakt wünschen – und solche, die sich vorstellen können, eine regelmäßige Telefon-Beziehung zu bislang Fremden aufzubauen. Mit dem Erfolg der ersten Phase des Projektes ist Pfarrerin Marianne Funda, Initiatorin und Ideengeberin, zufrieden – vor allem wegen der Intensität der Gespräche, die schon geführt wurden.

„Im Rahmen der Aktion habe ich deutlich über 50 Gespräche geführt – viele davon haben 30 Minuten und länger gedauert“, freut sich die Seelsorgerin sowohl über die Resonanz, als auch darüber, dass das Gesprächsangebot der Kirche von vielen so gut angenommen wurde. „Die Idee war ja gerade, auch so genannte `Kirchenferne´ zu erreichen, also Menschen, die normalerweise nicht aktiv in einer Gemeinde zu Hause sind.“

Beim Projekt „Einfach mal reden“ werden zwei Menschen, die sich vorher gar nicht kannten, „Telefon-Partner“. Jeder Ehrenamtliche nimmt Kontakt zu ein bis zwei Personen auf, die dann telefonisch „besucht“ werden. So will die Kirche eine Angebotslücke schließen, die auch Superintendentin Julia Holtz ausgemacht hat: Mit den gemeindlichen Angeboten erreiche man die aktiven Senioren gut in den Gemeinden. Leben die Menschen später im Altenheim, kümmern sich speziell ausgebildete Altenheimseelsorger um die Menschen. „Doch in den Jahren dazwischen erreichen wir viele einfach nicht mehr.“ Die erste Phase des Projektes hatte die Gewinnung von potentiellen Ehrenamtlichen zum Ziel.

Beeindruckt war Marianne Funda von der Offenheit, die viele Menschen schon im Erstgespräch mitbrachten: „Ich fand es bemerkenswert, wieviel Vertrauensvorschuss Kirche und unserem Berufsstand immer noch genießt; viele Menschen haben sich bei mir direkt erstaunlich weit geöffnet.“

Nicht jedes Telefonat führt jetzt zu einem ehrenamtlichen Engagement – doch das finden weder Marianne Funda noch die Superintendentin schlimm. „Es ist wichtig, dass wir als Kirche präsent sind, auch in schwierigen Zeiten – und dass die Menschen das auch wissen“, so Julia Holtz. Etwa 20 der Anrufer*innen, so schätzt Marianne Funda, seien sehr konkret an einem Ehrenamt interessiert – für diese Menschen wird es nun im Laufe der kommenden Wochen weitere Gespräche und eine kleine Schulung geben. Im zweiten Schritt planen die Theologinnen dann, ab September auch die Menschen zu finden und anzusprechen, die angerufen werden. 

 

Weitere Informationen finden Interessierte auf der Homepage http://einfachmalreden.net/ oder direkt unter der Telefonnummer 0173 – 590 16 37 bei der Koordinatorin des Besuchsdienstes, Marianne Funda.            

Möge die Straße Dir entgegeneilen.
Möge der Wind immer in Deinem Rücken sein.
Möge die Sonne warm auf Dein Gesicht scheinen
und der Regen sanft auf Deine Felder fallen.
Und bis wir uns wiedersehen,
halte Gott Dich im Frieden seiner Hand.
Irischer Segenswunsch

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