Trotz Lockdown viele Jugendliche erreicht

12.10.2021 – Sebastian Zelder startet mitten in der Pandemie als Jugendreferent

Im Rahmen eines Gottesdienstes ist Sebastian Zelder als neuer Jugendreferent der Evangelischen Kirchengemeinde Wengern eingeführt worden. Eine Einführung, die den 33 Jahre alten gebürtigen Westerwelder selbst zum Schmunzeln bringt – denn so neu ist er gar nicht mehr im Wetteraner Stadtteil an der Elbsche.

Sebastian Zelder startete mitten in der Pandemie seine Arbeit als Jugendreferent in der Gemeinde. Persönlichen Kontakt zu den Jugendlichen baute er trotzdem auf. Nun war endlich seine Einführung im Rahmen eines Gemeinde-Gottesdienstes. Foto: Christian Lukas

„Eigentlich habe ich diese Stelle bereits am 1. Januar 2020 angetreten.“ Nun vergehen zwischen dem Antritt einer Anstellung und der offiziellen Einführung in der Regel einige Wochen. Man gibt den Neuen erst einmal die Chance, die Gemeinde etwas besser kennenzulernen, bevor die offizielle Einführung stattfindet. Aber 2020 war bekanntlich nichts normal und statt einer Amtseinführung erlebte Sebastian Zelder die Einführung des Lockdowns. „Das war natürlich alles andere als ein idealer Start, denn der persönliche Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen ist nun einmal für meine Arbeit unabdingbar, aber der war nicht möglich.“

 

Nun ist Sebastian Zelder in seiner Freizeit ein begeisterter Gamer und sehr viel online unterwegs. Das hat ihm geholfen, einen Teil seiner Arbeit ins Digitale zu verlegen und auf diese Weise viele Jugendliche in Wengern und Esborn zu erreichen. Nicht nur via Videotelefonie, sondern eben weit darüber hinaus – etwa mit Online-Escape-Room-Spielen und ähnliche Online-Aktivitäten. „Damit haben wir zumindest ein bisschen Zeit unter den gegebenen äußeren Umständen auf Abstand, aber dennoch miteinander verbringen können.“ Er selbst aber nutzt Worte wie „rudimentär“, wenn er über seine Arbeit in dieser Zeit spricht. „Wie alle anderen auch habe ich sehr viel improvisieren müssen, um unsere Gemeindearbeit in den öffentlichen Raum zu tragen.“ Immerhin fand im Herbst 2020 eine kleine Kinderbibelwoche unter der Einhaltung von Corona-Regeln statt.

 

Aufgewachsen ist Sebastian Zelder in Freusberg, einem Ortsteil der Verbandsgemeinde Kirchen (Sieg). Bekannt ist vielleicht die Burg Freusberg, die als Jugendherberge benutzt und als solche stark frequentiert wird. Obwohl in Rheinland-Pfalz gelegen, hat er sein Abitur im nahe gelegenen Siegen in NRW gemacht. „Ich habe dann auch erst einmal in Siegen studiert, bevor ich auf die Fachhochschule Düsseldorf gewechselt bin.“ Soziale Arbeit / Sozialpädagogik hat er studiert und er war auch in einer Gemeinde in der Landeshauptstadt aktiv. Zurzeit holt er an der Evangelischen Fachhochschule Bochum noch eine theologische Ausbildung nach, eine solche hat er nämlich (bislang) nicht. Was für seine Einstellung in Wengern aber kein Hindernis dargestellt hat. „Ich hatte keine Verbindungen in die Region, sondern habe ganz klassisch die Stellenausschreibung gelesen, mich beworben, wurde eingeladen und bekam den Zuschlag.“

 

Der Junggeselle hat in den letzten Monaten zumindest die Sehenswürdigkeiten Wengerns bestens kennengelernt. Mit seinem Hund begibt er sich regelmäßig auf lange Spaziergänge durchs grüne Umland oder hin zum Ruhrufer. Obwohl er mehr als 20 Jahre Fußball gespielt hat, steht der Eintritt in einen Fußballverein im Umland nicht an. „Man muss auch mal den Mut haben, ein Kapitel abzuschließen.“ Dafür soll nun ein neues Kapitel aufgeschlagen werden – nun, da er mit der kleinen Verspätung von anderthalb Jahren offiziell in die Gemeinde eingeführt worden ist.

Text und Foto: Christian Lukas.

Möge die Straße Dir entgegeneilen.
Möge der Wind immer in Deinem Rücken sein.
Möge die Sonne warm auf Dein Gesicht scheinen
und der Regen sanft auf Deine Felder fallen.
Und bis wir uns wiedersehen,
halte Gott Dich im Frieden seiner Hand.
Irischer Segenswunsch

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