„Vor dem Engagement habe ich einen wahnsinnigen Respekt.“

02.11.2021 – Presbyterien prägen das Gesicht der evangelischen Gemeinden über Jahre

Seit 2020 ist das Presbyterium der Kirchengemeinde Wengern bereits im Amt. Aber erst am jetzt ist es auch eingeführt worden. Was nicht wirklich korrekt ist. Verantwortung tragen die Männer und Frauen aus der Gemeinde ja schon seit Monaten. Aber eine offizielle Vorstellung im Rahmen eines Gottesdienstes – hat es nun einmal vorher aus Corona-Gründen nicht gegeben.

Das Presbyterium der Ev. Gemeinde Wengern ist längst ein eingespieltes Team – jetzt konnte nach langer Corona-Pause endlich auch die offizielle Einführung stattfinden. Foto: Christian Lukas.

Ende August endlich hat die einzige Wetteraner Gemeinde im Kirchenkreis Hattingen-Witten diese Einführung in einem Gottesdienst nachgeholt. „Ohne Menschen, die sich freiwillig engagieren, kann keine Gemeinde ihre theologischen, pädagogischen, diakonischen und missionarischen Aufgaben erfüllen“, so Pfarrer Michael Waschhof im Rahmen seiner Predigt, die gleichzeitig eine Dankesrede an die jene Freiwilligen darstellte, die sich dem Presbyteriums-Amt verpflichtet fühlen.

 

Zu all den angenehmen Tätigkeiten, für die Presbyterinnen und Presbyter die Verantwortung übernehmen (die diakonischen oder theologischen Aufgaben etwa) gesellen sich auch die weniger angenehmen Verantwortlichkeiten: Wie jene, über den Finanzen der Gemeinde zu wachen inklusive Gebäudemanagement.

 

In Wengern steht seit 2018 Britta von Behren-Reiber dem Presbyterium vor, nachdem sie zuvor sechs Jahre als stellvertretende Vorsitzende fungierte. „Ich bin zu der Aufgabe ein bisschen so gekommen wie die Jungfrau zum Kinde“, erinnert sie sich an ihre persönlichen Anfänge mit einem Schmunzeln. Als Juristin ist sie mit öffentlichem Recht vertraut, als Mitglied eines Lions-Clubs ist sie durchaus geübt im Fundraising – dem Spendensammeln. Um 2008 fand sie zur Gemeinde, als ihr Sohn zur Konfirmation schritt. „Mein Mann und ich waren nicht kirchenfern“, erzählt sie. „Wir waren aber auch keine Mitarbeiter, die sich in die Gemeinde einbrachten.“ Man besuchte durchaus Gottesdienste, engagierte sich aber nicht in der Gemeinde. Bis dato.

 

Text und Foto: Christian Lukas

Die Arbeit der Wengeraner Gemeinde aber gefiel ihr, nun, da sie sie etwas besser im Rahmen des Konfi-Unterrichts kennenlernte -  und irgendwann wurde sie gefragt, ob sie sich nicht etwas intensiver in die Arbeit einbringen wollte. „So ist es dann gekommen.“

 

Die Arbeit eines Presbyteriums kann eine Gemeinde auf viele Jahre hin prägen. In Wengern genehmigte das Presbyterium im September 2019 die Kernsanierung des Gemeindehauses. Das vollkommen neu gestaltete Gebäude wird nun für Jahrzehnte das Gemeindeleben maßgeblich begleiten, laut Pfarrer Michael Waschhof hat die Sanierung etwa 300.000 Euro gekostet. Für solche Aufwendungen übernimmt letztlich das Presbyterium die Verantwortung. „Allein der Zeitaufwand war enorm. Und das alles machen Presbyterinnen und Presbyter in ihrer freien Zeit. Vor diesem Engagement“, endet Pfarrer Michael Waschhof, „habe ich einen wahnsinnigen Respekt.“

 

Möge die Straße Dir entgegeneilen.
Möge der Wind immer in Deinem Rücken sein.
Möge die Sonne warm auf Dein Gesicht scheinen
und der Regen sanft auf Deine Felder fallen.
Und bis wir uns wiedersehen,
halte Gott Dich im Frieden seiner Hand.
Irischer Segenswunsch

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