„Die Kinder sagen lieber Ella“

14.10.2019 – Gemeindepädagogin Mariele Niehaus in Stockum als Diakonin eingesegnet

In einem feierlichen Jugendgottesdienst ist die Gemeindepädagogin der Kirchengemeinde Stockum, Mariele Niehaus, durch Superintendentin Julia Holtz jetzt auch als Diakonin eingesegnet worden. Nach ihrem Studium der Sozialen Arbeit, der Diakonie und Gemeindepädagogik schloss sich die im dörflichen Schale kurz vor Niedersachsen geborene Mariele Niehaus dem Martineum an und fand im Ruhrgebiet eine geistliche und eine reale neue Heimat.

Mariele "Ella" Neuhaus wurde als Diakonin nun in Stockum eingeführt.

Für die Kirchengemeinde Stockum leistet „Ella“, wie sie von den Kindern genannt wird, im städtischen Kindertreff wertvolle Arbeit und vollbringt mit der Bastelschere wahre Wunder. „Mariele ist für die Kinder zu kompliziert, sie sagen lieber Ella“, erklärt die in Dortmund lebende Diakonin, warum sie bei der Arbeit auf ihren Taufnamen verzichtet.

Die Kirchengemeinde war für Mariele Niehaus schon früh ein Ort, an dem sie sich als Mensch angenommen gefühlt hat, eine Heimat.  Ganz klassisch erlebte sie die Gemeinde als Konfirmandin und später auch als aktives Mitglied. Inspiriert durch einen glaubwürdigen und authentischen Jugendmitarbeiter stand für sie früh fest:  „So etwas will ich auch machen, ich will Kinder und Jugendliche begleiten und ihnen den Glauben an Jesus Christus näher bringen.“

In ihrer Ansprache zur Einsegnung hob  Superintendentin Holtz hervor: „Alle, die dich kennen und erleben, bestätigen: Hier bist du am richtigen Platz.“  Und formulierte darum im Beisein der Kolleginnen und Kollegen den Wunsch: „Heute wollen wir Gott um seinen Segen für deine Arbeit bitten, dass er dich stärkt und begleitet und dir die Gabe verleiht, die gute Botschaft von seiner Liebe weiter zu tragen.“ 

Hintergrund:

Diakoninnen und Diakone gibt es in der evangelischen wie in der katholischen Kirche. Sie haben unterschiedliche Aufgaben in Gemeinden und diakonischen Einrichtungen. Darum haben sie eine doppelte Qualifikation: eine kirchlich anerkannte theologische Ausbildung und eine staatlich anerkannte Ausbildung in einem Sozialberuf. Die Ausbildung zur Diakonin und zum Diakon ist in den evangelischen Landeskirchen unterschiedlich gestaltet, jede Ausbildungsstätte hat ihre eigene Prägung. Gemeinsam ist ihnen jedoch: Alle Ausbildungen vermitteln kirchlich-theologisches und pädagogisches oder pflegerisches Fachwissen, jeweils für einen Pflegeberuf, ein Sozialarbeits-Studium oder pädagogische Aufgaben. Und sie führen zu entsprechenden kirchlich und staatlich anerkannten Abschlüssen. Der Ausbildungsgang endet mit der Einsegnung ins Amt der Diakonin und des Diakons.

Möge die Straße Dir entgegeneilen.
Möge der Wind immer in Deinem Rücken sein.
Möge die Sonne warm auf Dein Gesicht scheinen
und der Regen sanft auf Deine Felder fallen.
Und bis wir uns wiedersehen,
halte Gott Dich im Frieden seiner Hand.
Irischer Segenswunsch

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