Nachdenkliche Gesichter bei den Kindergräbern

10.05.2012 · Konfirmanden beschäftigen sich mit Tod und Sterben

HATTINGEN. „Was kommt danach…? Mit dem Thema Sterben und Tod beschäftigen sich derzeit die etwa 30 Konfirmandinnen und Konfirmanden der Innenstadtgruppe Hattingen St. Georg von K-on-Tour. Mit „Konfi-Unterricht“ der früheren Jahrzehnte hat diese Art der Themenaufbereitung wenig zu tun. Nicht umsonst heißt die Konfi-Arbeit in Hattingen St. Georg „on-tour“. „Wir gehen mit den Schülern raus, erarbeiten uns gemeinsam Themen und laden uns auch Experten zu bestimmten Themen ein“, erklärt Pfarrer Frank Bottenberg (links), der gestern gemeinsam mit seinem Kollegen Udo Polenske Station auf dem Evangelischen Friedhof machte.

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Dort trafen die Jugendlichen auf Silvia Schulte (rechts), die in der Friedhofsverwaltung der Hattinger Gemeinden arbeitet und den Mädchen und Jungen allerlei Fragen rund um das Thema Beerdigung beantwortete. „Es beeindruckt mich, wie sensibel die Jugendlichen auf diese Situation reagieren – auch wenn die Formulierungen für uns Erwachsene manchmal sehr direkt und unverblümt wirken“, sagt die Gemeindesekretärin aus der Südstadt. Beispielsweise, als sie von der Mietzeit einer Grabstätte erzählt, und die Schüler wissen wollen, was denn dann nach 30 Jahren mit dem Sarg geschehe. „Der ist dann vergangen.“

Besuche beim Steinmetz und beim Friedhofsgärtner beleuchten die „praktischen“ Arbeiten rund um das Thema Friedhof. „Insgesamt sind hier vor Ort sechs Menschen beschäftigt“, beantwortet Silvia Schulte auch diese Fragen und erläutert, warum es im Sommer zum Beispiel einen Grießdienst gibt: „Weil viele Angehörige der Verstorbenen weiter weg wohnen oder selber schon älter sind.

Sehr beeindruckend ist für die Jugendlichen offensichtlich auch der Gang über den Friedhofsteil, auf dem Kinder und Ungeborene beigesetzt werden. Dass Kindersärge weiß sind und Kindergräber auch mit dem Lieblings-Stofftier geschmückt werden dürfen – darüber reden die Konfis mit nachdenklichen Gesichtern  auch noch auf dem Heimweg …

Möge die Straße Dir entgegeneilen.
Möge der Wind immer in Deinem Rücken sein.
Möge die Sonne warm auf Dein Gesicht scheinen
und der Regen sanft auf Deine Felder fallen.
Und bis wir uns wiedersehen,
halte Gott Dich im Frieden seiner Hand.
Irischer Segenswunsch

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