„Jetzt erst recht!“

26.01.2016 · Superintendent des Kirchenkreises ruft zu Solidarität mit den Flüchtlingen auf

„Es gehört zu unserem christlichen Selbstverständnis, Menschen aufzunehmen, sie zu begleiten und ihnen zu helfen, wenn sie in Not geraten sind, und zwar unabhängig von ihrer Religion und ihrer Herkunft. Davon werden wir nicht ablassen. Unsere Solidarität gilt den Flüchtlingen - jetzt erst recht!“

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Lichterkette gegen "Dunkeldeutschland"

Superintendent Ingo Neserke, oberster Theologe des Evangelischen Kirchenkreises Hattingen-Witten, findet deutliche Worte in die Richtung derjenigen, die sich in Witten und anderswo immer offener fremdenfeindlich äußern. Noch steht zwar nicht fest, ob das Feuer, das – soweit ist polizeilich bestätigt – in den frühen Morgenstunden am Montag in der geplanten Flüchtlingsunterkunft in Witten-Annen vorsätzlich gelegt wurde, tatsächlich einen fremdenfeindlichen Hintergrund hat. Doch allen rassistischen Einschüchterungsversuchen – auch gegen neue Flüchtlingsunterkünfte - erteilt Pfarrer Neserke eine klare Absage: „Diese Hetze gegen Flüchtlinge macht uns nur noch entschlossener!“

Ein deutliches Zeichen setzen!

Seit Monaten engagieren sich haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende des Kirchenkreises und seiner 17 Gemeinden zu Hunderten in allen Bereichen der Flüchtlingsarbeit. Für Ingo Neserke gehört neben der diakonischen, ganz praktischen Hilfe in den Kleiderkammern, in der Betreuung und Begegnung auch eine eindeutige Positionierung dazu: „Darum beteiligen wir uns selbstverständlich als Christinnen und Christen auch an Aktionen, die ein deutliches Zeichen gegen Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit setzen.“

Gemeinsam mit dem Aktionsbündnis „Witten gegen Verschwörungswahn“, lädt der Evangelische Kirchenkreis für den kommenden Freitag, 29. Januar, ab 17.30 Uhr zu einer Demonstration "Gemeinsam gegen Gewalt und Rassismus" ein. Ab 17.30 Uhr sammeln sich die Teilnehmer am Hauptbahnhof in Witten und ziehen von dort gemeinsam zum Rathausplatz. Dort findet eine Kundgebung statt, die die Kirche durch Mahnläuten begleitet und zu der Superintendent Ingo Neserke auch alle Wittener Christinnen und Christen einlädt. Im Anschluss an die Veranstaltung ist die Evangelische Johanniskirche geöffnet zum persönlichen Gedenken.

Das Aktionsbündnis bittet die Teilnehmer der Kundgebung, windgeschützte Kerzen mitzubringen.

Möge die Straße Dir entgegeneilen.
Möge der Wind immer in Deinem Rücken sein.
Möge die Sonne warm auf Dein Gesicht scheinen
und der Regen sanft auf Deine Felder fallen.
Und bis wir uns wiedersehen,
halte Gott Dich im Frieden seiner Hand.
Irischer Segenswunsch

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